Lachende Wissenschaft

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Huch! Sogar die BILD meldet am 30. April 2009: "BILD-Buchtipp: Mark Benecke auf einer kuriosen Erklärungstour im Auftrag des Spaß-Nobelpreises. Ein Lese-Vergnügen!"

Das Buch bei Raab (TV Total) im Sept. 2009 hier



Lachende Wissenschaft ISBN 3-404-60556-X, Preis: 7,95 EUR (D), 8,20 EUR (A), 14,70 SFR; erschienen am 20. September 2005, 242 Seiten. Enthält Register, Fotos und Glossar! Yay! Sofort erhältlich in jedem Buchladen..


Von Mark Benecke

Seit 1998 jeden Samstagmorgen auf Radio Eins Berlin/Brandenburg! Seit 2001 jeden Monat im Laborjournal. Jetzt endlich auch als Buch mit vielen neuen Beiträgen! Yay!

Verlags-Text: "Muss Wissenschaft denn langweilig sein? Die Welt ist voll überraschender Phänomene. Oder wussten Sie zum Beispiel, warum schnarchende Studentinnen schlechtere Klausuren schreiben? Schafe keinen Hundekot riechen mögen? Humor nicht erblich ist? Nachtisch gegen studentisches Lärmen in der Mensa hilft?

Im Auftrag des Komitees des Spaß-Nobel-Preises hat sich Dipl.-Biol. Dr. rer. medic. Mark Benecke auf die Suche nach wissenschaftlichen Erklärungen dafür gemacht. Was er bei seinen Recherchen zutage fördert, verdient die Note "erstaunlich"! Und er zeigt einmal mehr, dass wissenschaftliches Arbeiten nicht immer mit Langeweile gleichzusetzen ist. Es kommt nur auf die richtige Perspektive an..."

Aus dem Inhalt des ersten Buches (Umschlag: Pudding) (Beispiele auch hier):

  • Alte Männer verschätzen sich in der Anzahl ihrer Sexual-Partner
  • Schnarchende StudentInnen schreiben schlechtere Klausuren
  • Krach in der Mensa läßt sich durch Nachtisch eindämmen
  • Eiskalte Dusch-Vorhänge
  • Tödliche Getränke-Automaten
  • Verliebte Professoren
  • Kaffee & Keksetunken
  • Schädliches Gekritzel im Lehrbuch
  • Panikanfälle und Käse
  • Jobzufriedenheit "ist genetisch"
  • Exponentieller Schaum und steigende Pegel
  • Geruchs-Karten
  • Viel THC ist besser als wenig THC
  • Humor ist nicht erblich
  • Barks' Thierleben
  • Schuh-Fetischismus in Zeiten der Cholera
  • Schafe mögen Hunde-Kot nicht riechen
  • Mozarts Fluch-Wut
  • Wackeln stört Lesende
  • Die Ehe-Formel
  • Sympathische Keime
  • Nackte verhindern Nachdenken
  • Börsenhandel und Idiotie
  • Hühner bevorzugen schöne Menschen
  • Später sterben spart Steuern
  • Staubige Vögel
  • Individualität bei Goldfischen
  • Tropfender Teer
  • John Trinkaus und der Weihnachtsmann
  • Blutegel und saure Sahne
  • Kreischende Kreiden
  • Ehe und Shopping
  • Scharfe Saucen und Gewalt
  • Psychophysik von Sprudelwasser


Aus dem Inhalt des zweiten Buches (Umschlag: Spaghetti) (Beispiele auch hier):

  • Sex mit tätowierten Christen
  • Brechende Spaghetti
  • Gepiercte Soziologen
  • Mozarts Karpfen
  • Der Scheherazade-Effekt
  • Was Fischen so gefällt
  • Schleimschwimmen
  • Klimakterisches Kokos und Knoblauchküsse
  • Propriozeptive Ranzenhabituation
  • Männer mit Milchschokolade
  • Rätsel und Wunder: Schokolade
  • Gutes und Schlechtes an Alkohol
  • 1. Alkohol liebende Ratten leben länger (Finnland)
  • 2. Kneipenbrutalität bei Engländerinnen
  • 3. Alkohol und Geschlechtskrankheiten (USA)
  • Der Jungfrauenschwur
  • Anagramme im Liegen
  • Fehlende Vorhäute
  • Gierige Suppen
  • Meteoriten und Lottoglück
  • Spendierfreudige Mutanten
  • Emotionen im Ohr
  • Persönlichkeitsmerkmale von Hunden
  • Wuffis Freunde und Feinde
  • Pudel
  • Altjungfernhunde
  • Fotoblinzler
  • Interview mit Ig-Nobelpreisblinzlern
  • Gaffende Laffen
  • Hunger gegen Model-Magersucht
  • Trinken macht schlau
  • Schöne Professoren lehren besser
  • Verständliche Wissenschaft
  • Pinguinkot
  • Interview mit einem coolen Forscher
  • The Sound of Crisps
  • Der Name steuert das Leben (und den Ball)
  • Gynäkologenkrawatten
  • Sind Gorillas im Raum?
  • Zitronenbier
  • Verliebt oder verrückt?
  • Tischtanzende Trinkgelder
  • Schoßtanzgefahren
  • Hardcore-Einparken
  • Tot und toter
  • Springende Füchse im Krankenhaus
  • Juckmatrix gegen freien Willen
  • Teeküchlein, Toiletten und TV


Never has science been as entertaining as in the company of Dr. Benecke

Source: New Books in German, Autumn 2005

These are deep waters, Watson! Murder is meant to be a serious business and you would expect such a master of mayhem Mark Benecke, writer on murder methods and adviser* to the grisly "Bodyworlds" exhibition, to be a one-track guardian of that grim and humourless gate. How wrong you would be! This new book offers samples of his quarrying in a quite different field - that of the wonderful American magazine The Annals of Improbable Research (AIR) which draws on more than 10,000 scientific, medical and other technical journals to publicise the most bizarre yet authentic research around. Its spin-off is the annual Ig Noble prize, awarded for 'genuine published research that makes you laugh, then think'. That Benecke is working on exactly the same lines is shown by the title of his new book, Lachende Wissenschaft, literally Laughing Science.

Thus among the quirkier titles he offers us are 'Grizzly Bears Are Scared of Cola', 'Panic Attacks and Cheese', and 'Shoe Fetishism in Times of Cholera'. Each entry explains the scientific content of the study, why and how it was undertaken and published, and what the author (and sometimes the AIR team) have thought about it. The writing is lighthearted, the basis strictly scientific.

One hilarious example is a gem of research by Martina Morris, of the University of Washington, into why old men overestimate the number of women they've had sex with. Her conclusion, summarised by Benecke and based on her studies of numerous surveys conducted by other people, is that the men's alleged conquests suspiciously peak at the figures of 10, 20, 30, 40, etc. This prompts her to suggest that, as age takes its toll, a growing haziness leads oldies to round up their totals upwardly for good measure. And her solution? Only ask men who they've slept with in the last five years.

Benecke's scientific explanations are mercifully simple and clear, and his notes at the end of each entry are very useful. Lively and funny, this is a bran tub of a book that you can open wherever you like, and find answers to some of the questions you never thought you'd think about.

"New Books in German" on Mark Benecke's LAUGHING SCIENCE, Autumn 2005, Issue 18

(*well, I was employed there)


Quelle: Laborjournal 10/2005, Seiten 90-91

Ein Buch wichtiger Wahrheiten

Von Hubert Rehm

Heute Nacht hatte sich wieder eine eingeschlichen. Kurz vor dem Einschlafen sirrte sie an. Punktlandung auf dem linken Ohr. Klatsch! Verfehlt. Die Sirrfrequenz steigt, sie flieht. Ich knipse das Licht an, suche ein Schlagwerkzeug. Auf was stoße ich? Auf Beneckes Lachende Wissenschaft: Flach, flexibel, liegt gut in der Hand. Ideal zum Schnakenmorden. Ist ja auch von einem Gerichtsmediziner, Entschuldigung, Kriminalbiologen. Seit Tagen habe ich das Buch schon neben meinem Kopfkissen liegen, allein, keine Zeit zum lesen.

Das ideale Mordwerkzeug

Vor dem Mord muss man das Opfer aufspüren. Wo sitzt das Viech? Wand? Schrank? Teppich? Ich suche mit den müden Augen und finde es nicht. Gottergeben lege ich mich wieder ins Bett, knipse das Licht aus und lauere auf den nächsten Angriff, den Benecke schlagbereit in der Hand. Eine dreiviertel Stunde später, ich bin noch zweimal aufgestanden und habe die Wände abgesucht, bewährt sich das Buch des Spezialisten für Insektenkunde. Leblos klebt die Schnake auf dem Cover. Die lange Jagd peitschte Adrenalin in meine Adern; an Schlaf ist nicht mehr zu denken. "Schau ich halt mal rein", denke ich, und schlage das Mordwerkzeug auf. Seite 120, " Mücken und Limburger Käse" heißt die Überschrift. Welch ein Zufall! Auf anderthalb Seiten wird die Arbeit eines David Kline vorgestellt, den die Frage umtrieb, was Mücken (eigentlich Schnaken) besonders gerne anfliegen: Limburger Käse, getragene Socken oder menschliche Haut. Es sind Socken. Nachdenklich schaue ich auf den Bettvorleger. Tatsächlich dort liegen welche und frisch waren die schon gestern nicht mehr.

Fatal: Stechmücken lieben alte Socken

"Wird ich gleich morgen in den Wäschekorb werfen!" nehme ich mir vor. Morgen, nicht gleich, denn sonst müsste ich mit lesen aufhören und das fällt mir gerade schwer. Nach den Mücken kommen die Abschnitte "Schlafzimmer spiegelt die Seele" - mein Seelenleben wäre demnach recht unordentlich- und "eiskalte Penisknochen". Es geht aber nicht um die Temperatur, sondern um die Länge. Der Autor versichert, dass Penisknochen bei Meeressäugern besonders lang seinen, weil Spermien vom Salzwasser geschädigt würden. Dies erfüllt mich mit leiser Befriedigung, denn es passt gut zu meinen Untersuchungen des Sexualverhaltens von Meerjungfrauen (Laborjournal 9/2005). Dass Raucher acht bis 30 Prozent weniger verdienen als Nichtraucher erfreut mich ebenfalls. Einen Abschnitt nach dem anderen ziehe ich mir rein. "Spuckende Igel", "Murphys Gesetz", "Kekse für Kenner" und zum Schluß : "Hühner lieben schöne Menschen". Ja, dies ist ein Buch der wichtigen Wahrheiten, ein Haufen duftender Blüten der Weisheit. Benecke hat aus dem Mehl des Geheimarchivs des Ig-Nobelpreises ein Buch fürs Leben gebacken. Denn dass Blutegel von Bier besoffen werden und Professoren nicht besser Auto fahren als Mantabesitzer, das muss man einfach wissen.

Das ideale Mordwerkzeug

Der Laie lernt zudem was Wissenschaft ist. Zum einen weil die Probleme, die Beneckes Kandidaten für den Ig-Nobelpreis angehen, meist auch ohne Fachkenntnisse verständlich sind, zum andern weil Benecke die Fallstricke deutlich macht über die ein Forscher stolpern kann. Er erklärt die wissenschaftliche Methode. Zitat: Ein Forscher glaubt erst mal gar nichts. Seinen auch Sie respektlos, wenn Ihnen ein wissenschaftliches Ergebnis seltsam vorkommt. Denn weder "das wurde aber untersucht" noch "amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden" noch ein Doktor- oder Professorentitel beweisen irgendetwas. Nur Experimente tun das. Dass es schwierig ist, richtige Experimente zu machen, zeigt Benecke auch. Nehmen wir z.B. den Abschnitt "Große Füße". Es geht um die Vermutung, das zwischen Fuß- oder Penislänge ein Zusammenhang besteht. Diese Vermutung zu entkräften oder zu belegen scheint auf den ersten Blick einfach wenn auch möglicherweise peinlich: Fußlänge messen, Penislänge messen, Korrelationskoeffizient errechnen, fertig. Aber wie misst man die Penislänge? Wo fängt man an und wo hört man auf? Mit Vorhaut oder ohne? Nur aufs Lineal auflegen oder auch ziehen? Und wenn ja wie stark? Und wie eventuelle Erregungszustände ausschalten? Benecke kommt zu dem Schluß, dass es nie gelingen wird die Länge von erschlafften Penissen zu bestimmen. Des Weiteren vermutet er: Die meistens Leserinnen hätten statt der Längenmessungen wohl eher der Zusammenhang zwischen Schuhgröße und Penisdurchmesser interessiert.

Fazit: Ein Buch zum Fliegen totschlagen

Kurzum: "Lachende Wissenschaft" ist ein Buch zum Lachen, zum Lernen, zum Fliegen totschlagen. Benecke hat damit mehr für die Verbreitung der wissenschaftlichen Denkweise getan als die Wissenschaftssendungen von ARD und ZDF in diesem Jahrtausend. In denen wird nämlich meistens nur die Zeit totgeschlagen.



Mark Benecke, Ph.D., Certified & Sworn In Forensic Biologist, International Forensic Research & Consulting, Postfach 250411, 50520 Cologne, Germany; E-Mail: forensic@benecke.com, www.benecke.com, Emergency Text / SMS for crime cases only +49-173-287-3136. Absolutely no social networks & newsletters. Never send .doc, .ppt, .xml -- .rtf and .pdf only. Tx!
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