2009-01-24 Sächsische Zeitung: Der „Herr der Maden“ kommt nach Weinböhla
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Quelle: Sächsische Zeitung, Leben im Elbland, 24./25. Januar 2009, Seite 18
Der „Herr der Maden“ kommt nach Weinböhla
[Die Fotos des Abends] [Weitere Vorträge von MB] [Ein weiterer Artikel aus der Sächsischen Zeitung] [Ein Artikel aus der April-Ausgabe der Sächsischen Zeitung]
Deutschlands bekanntester Kriminalbiologe Mark Benecke gibt im Zentraler einen Einblick in seine ungewöhnliche Arbeit.
VON CHRISTIANE RAATZ
Sein Job ist alles andere als alltäglich: Mark Benecke untersucht alle Spuren einer Leiche. Dazu gehören nicht nur Blut und Speichel, sondern auch verschiedene Insekten, die auf Leichen gefunden wurden. Aus der Größe und dem Entwicklungsstadium kann der Kölner Kriminalbiologe beispielsweise schließen, wie lange der Tote schon am Tatort liegt. Oder er findet in den Larven Gifte, die in der Leiche selbst schon nicht mehr nachweisbar sind. Bei zahlreichen Verbrechen hat er mit dieser Methode bereits zur Aufklärung beigetragen. Sein Vorgehen brachte ihm auch den Spitznamen „Madendoktor“ oder „Herr der Maden“ ein. Am 30. Januar ist nun Deutschland bekanntester Kriminalbiologe, Mark Benecke, im Zentralgasthof in Weinböhla zu Gast. Die Besucher erwartet ein ungewöhnlicher Vortrag mit zahlreichen Bildern und zahlreichen Anekdoten, die einen Einblick in die Arbeit eines Kriminalbiologen. Die Gestaltung ist ungewöhnlich: „Das Thema können sich die Gäste selbst per Abstimmung heraussuchen“, verrät Benecke. So können die Besucher entscheiden, ob sie lieber etwas über die Suche nach Hitlers Schädel und Zähne in Moskau, Serienmorde oder etwas über Leiche und Insekten erfahren wollen. Seine Utensilien hat er ständig dabei, um für alle Fälle gerüstet zu sein: „Federstahlpinzetten, eine großes Schweizermesser, Röhrchen, Monokular und eine Digitalkamera befinden sich in meiner Tasche“, erzählt Benecke. Bekannt wurde der Kriminalbiologe im Jahr 1997 durch den Mordprozess gegen den Pastor Klaus Geyer. Anhand von drei Maden, die auf dem Körper von dessen Ehefrau gefunden wurden, konnte er den Todeszeitpunkt so weit eingrenzen, dass der Pastor als Täter überführt wurde. Seither erreichen den Forensiker Anfragen aus aller Welt, um bei Kriminalfällen behilflich zu sein. Derzeit untersucht er unter anderem einen Mord in einem Geilenkirchener Nachtklub, in dem der Wirt nach Meinung von Benecke zu unrecht verurteilt wurde.
Mark Benecke, Ph.D., Certified & Sworn In Forensic Biologist, International Forensic Research & Consulting, Postfach 250411, 50520 Cologne, Germany; E-Mail: forensic@benecke.com, www.benecke.com, Emergency Text / SMS for crime cases only +49-173-287-3136. Absolutely no social networks & newsletters. Never send .doc, .ppt, .xml -- .rtf and .pdf only. Tx!
