2008-09-03 Kölnische Rundschau: Blubberlutsch für durstige Donaldisten

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Quelle: Kölnische Rundschau, Köln, 3. September 2008, Seite 33



Blubberlutsch für durstige Donaldisten

Kölner Entenhausen-Fans feiern einjähriges Bestehen mit besonderer Ausstellung

Von KATHATRINA HAMACHER

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Woraus genau der mysteriöse rote Trank besteht, weiß wohl nur Braumeister Karl Schießberg. Der Wirt vom "Weißen Holunder" hat den "Blubberlutsch" eigens für einen ganz speziellen Stammtisch kreiert: die "Kölner Donaldisten" (K. D.).

Rund ein Dutzend ziemlich schräger, aber sympathischer Typen trifft sich regelmäßig, um ihrem gemeinsamen Hobby zu frönen, und das heißt "Entenhausen". Wissenschaftlich präzise erforschen Zeremonienmeister Tom Plum und seine Stammtischkollegen die Welt von Donald, Dagobert und Co. Ein Jahr ist es her, dass Plum die K.D.s gründete - Grund genug, das Jubiläum mit einer Ausstellung zu feiern, die Comic-begeisterte Herzen höher schlagen lässt. "Der Großteil der Exponate stammt aus meiner Privatsammlung" , betonte der - in Anlehnung an Dagobert Duck mit Zylinder, Frack und Binokel ausgestattete - Zeremonienmeister am Montagabend in der Stammkneipe. Zur Eröffnung gab's nicht nur Kölsch, sondern erstmals den Entenhausener "Blubberlutsch". "Der Trank hat eine suchtfördernde Wirkung", erklärte Plum beim Rundgang durch die Ausstellung.

Zu sehen sind etliche Figuren, Comichefte, original Grafiken oder Ausgaben der Fachzeitschrift "Der Donaldist". Außerdem findet man Geräte wie den "Atemluftdruckmesser" oder ein Spielbrett, um "Murxmacher bei Einstellungstests zu erkennen" - Anspielungen auf Geschichten des amerikanischen Zeichners Carl Barks.

Auf die allein nämlich stützt sich die Forschungsarbeit der Donaldisten. "Wir beschäftigen uns mit Fragen rund um Entenhausen" , erklärt der bekannte Kölner Kriminalbiologe und bekennende Donald-Anhänger Mark Benecke. "Warum gibt es bei den Bewohnern Entenhausens keine Sexualität? Oder warum haben die Enten Zähne?" Neuester wissenschaftlicher Forschungsdurchbruch: der originale Stadtplan Entenhausens, der nach 13 Jahren präziser Quellenauswertung vön deutschen Donaldisten angefertigt wurde. Aber worin besteht die Faszination an Donald und Co.? "Man kann sich gut mit den Bewohnern Entenhausens identifizieren", findet Benecke.

"Weißer Holunder"-Wirt Karl Schießberg ist froh über den Stammtisch: "Die Donaldisten sind friedlich, lustig und trinken viel - was will ich mehr?" Vor kurzem ist er zum Ehrenmitglied ernannt worden und darf nun den offiziellen Anstecker tragen. Darauf prangt Donalds Porträt in einem rot-weißen Rettungsring, gemäß dem Leitspruch "Kölner Donaldisten sind nicht mehr zu retten".


Mark Benecke, Ph.D., Certified & Sworn In Forensic Biologist, International Forensic Research & Consulting, Postfach 250411, 50520 Cologne, Germany; E-Mail: forensic@benecke.com, www.benecke.com, Emergency Text / SMS for crime cases only +49-173-287-3136. Absolutely no social networks & newsletters. Never send .doc, .ppt, .xml -- .rtf and .pdf only. Tx!